Du planst einen Urlaub im Ausland oder musst beruflich verreisen? Dann ist es wichtig zu wissen, welche Kosten beim Geldabheben mit deiner Volksbank-Karte im Ausland anfallen. Denn unerwartete Gebühren können schnell das Urlaubsbudget schmälern oder die Reisekasse belasten. Lass uns gemeinsam einen Blick auf die Gebührenstruktur der Volksbank werfen und herausfinden, wie du clever sparen kannst!
Die Basics: Welche Karten der Volksbank sind im Ausland nutzbar?
Bevor wir uns den Gebühren widmen, klären wir erstmal, welche Karten du überhaupt im Ausland einsetzen kannst. Grundsätzlich gilt:
Girocard (früher EC-Karte): Diese Karte ist primär für den Einsatz innerhalb Deutschlands und des Euro-Raums gedacht. Außerhalb dieser Regionen ist sie meist nicht nutzbar, es sei denn, sie ist zusätzlich mit dem Maestro- oder V-Pay-Logo versehen. Achte also genau auf deine Karte!
Kreditkarte (Visa oder Mastercard): Die Kreditkarte ist dein bester Freund im Ausland! Sie wird weltweit akzeptiert und ermöglicht dir nicht nur das Abheben von Bargeld, sondern auch das bargeldlose Bezahlen in Geschäften und Restaurants.
Gebühren-Dschungel: Was kostet das Abheben wirklich?
Die Kosten für das Abheben von Bargeld im Ausland setzen sich in der Regel aus mehreren Komponenten zusammen:
Fremdwährungsgebühr (oder Auslandseinsatzentgelt): Diese Gebühr wird prozentual auf den abgehobenen Betrag erhoben. Sie liegt üblicherweise zwischen 1% und 3% des Umsatzes. Die genaue Höhe ist von deiner Volksbank und deinem Kontomodell abhängig.
Automatengebühr (oder Direktanfrageentgelt): Einige ausländische Banken erheben eine zusätzliche Gebühr für die Nutzung ihrer Geldautomaten. Diese Gebühr wird direkt vom Automaten angezeigt und ist unabhängig von den Gebühren deiner Volksbank. Achte also genau auf die Hinweise am Automaten!
Eventuelle Gebühren der Volksbank: Manchmal erhebt die Volksbank selbst auch noch eine Gebühr pro Abhebung im Ausland. Diese ist oft eine fixe Summe pro Transaktion.
Ein Rechenbeispiel zur Verdeutlichung:
Nehmen wir an, du hebst in den USA 200 US-Dollar ab. Der Wechselkurs beträgt 1 EUR = 1,10 USD.
- Abgehobener Betrag in Euro: 200 USD / 1,10 = 181,82 EUR
- Fremdwährungsgebühr (angenommen 1,75%): 181,82 EUR * 0,0175 = 3,18 EUR
- Automatengebühr (angenommen 3 USD): 3 USD / 1,10 = 2,73 EUR
- Gesamtkosten: 181,82 EUR + 3,18 EUR + 2,73 EUR = 187,73 EUR
In diesem Beispiel hättest du also zusätzlich zu den 181,82 EUR noch 5,91 EUR an Gebühren bezahlt!
Volksbank-Spezial: So findest du die konkreten Gebühren für dein Konto
Die gute Nachricht: Die genauen Gebühren für dein Konto findest du in den Preis- und Leistungsverzeichnissen deiner Volksbank. Diese sind in der Regel online auf der Website deiner Volksbank einsehbar oder du kannst sie direkt in deiner Filiale erfragen.
Wichtige Punkte, die du im Preis- und Leistungsverzeichnis suchen solltest:
- Fremdwährungsgebühr für Girocard (Maestro/V-Pay) und Kreditkarte: Hier findest du die prozentuale Gebühr für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen.
- Entgelte für Bargeldabhebungen im Ausland: Hier werden eventuelle fixe Gebühren der Volksbank pro Abhebung aufgeführt.
- Informationen zu Kooperationen: Manchmal hat die Volksbank Kooperationen mit ausländischen Banken, bei denen du kostenlos oder zu reduzierten Gebühren abheben kannst.
Clever sparen: Tipps und Tricks für günstige Bargeldversorgung im Ausland
Kreditkarte statt Girocard: Nutze im Ausland primär deine Kreditkarte, da sie in der Regel bessere Konditionen bietet als die Girocard.
Bargeldlos bezahlen: Wo immer möglich, zahle mit deiner Kreditkarte bargeldlos. So vermeidest du unnötige Abhebegebühren.
Große Beträge abheben: Hebe lieber einmal einen größeren Betrag ab, als mehrmals kleine Beträge. So sparst du Automatengebühren.
Automatenwahl: Achte auf die Gebührenhinweise am Automaten und wähle, wenn möglich, Automaten von großen Banken, die keine oder geringere Gebühren erheben.
Reise-Kreditkarten: Spezielle Reise-Kreditkarten bieten oft den Vorteil, dass keine Fremdwährungsgebühren anfallen oder kostenlose Bargeldabhebungen im Ausland möglich sind. Ein Vergleich lohnt sich!
Vorab tauschen: Eine weitere Möglichkeit ist, vor deiner Reise Bargeld in der benötigten Währung zu tauschen. Vergleiche aber unbedingt die Wechselkurse und Gebühren verschiedener Wechselstuben.
Kontaktlos zahlen: Achte darauf, ob kontaktloses Zahlen mit deiner Karte im Ausland möglich ist. Dies kann oft eine bequeme und kostengünstige Alternative sein.
Die Sache mit den dynamischen Währungsumrechnungen (DCC): Vorsicht Falle!
An vielen Geldautomaten und in einigen Geschäften im Ausland wird dir angeboten, den Betrag direkt in Euro umzurechnen. Das klingt erstmal praktisch, ist aber oft teurer als die Abrechnung in der lokalen Währung. Lehne die dynamische Währungsumrechnung (DCC) immer ab! Die Wechselkurse, die hier verwendet werden, sind meist deutlich schlechter als die Kurse deiner Bank.
Alternativen zur Bargeldabhebung: Mobile Payment und Co.
Neben der klassischen Bargeldabhebung gibt es auch alternative Möglichkeiten, im Ausland zu bezahlen:
Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay): Wenn du dein Smartphone mit deiner Kreditkarte verknüpft hast, kannst du in vielen Ländern bequem und sicher kontaktlos bezahlen.
Reisechecks: Obwohl sie etwas aus der Mode gekommen sind, können Reisechecks in einigen Situationen eine sichere Alternative zur Bargeldmitnahme sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
Was ist die Fremdwährungsgebühr? Die Fremdwährungsgebühr ist eine prozentuale Gebühr, die deine Bank für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen erhebt.
Wie finde ich die Gebühren meiner Volksbank? Die Gebühren findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Volksbank, das du online oder in deiner Filiale einsehen kannst.
Sollte ich die dynamische Währungsumrechnung (DCC) nutzen? Nein, lehne die DCC immer ab, da die Wechselkurse meist deutlich schlechter sind als die deiner Bank.
Kann ich mit meiner Girocard überall im Ausland Geld abheben? Nein, die Girocard ist primär für den Einsatz im Euro-Raum gedacht. Außerhalb dieser Regionen ist sie meist nicht nutzbar, es sei denn, sie ist zusätzlich mit dem Maestro- oder V-Pay-Logo versehen.
Welche Karte ist für den Auslandseinsatz besser geeignet, Girocard oder Kreditkarte? Die Kreditkarte ist in der Regel besser geeignet, da sie weltweit akzeptiert wird und oft bessere Konditionen bietet.
Fazit: Gut informiert ist halb gespart!
Informiere dich vor deiner Reise gründlich über die Gebühren deiner Volksbank und nutze die Tipps und Tricks, um unnötige Kosten zu vermeiden. Eine sorgfältige Planung kann dir helfen, dein Reisebudget zu schonen und deinen Urlaub entspannt zu genießen!