Commerzbank schafft das kostenlose Girokonzo ab - Konto & Anlegen

Die Zeiten des komplett kostenlosen Girokontos bei der Commerzbank sind vorbei. Eine Nachricht, die viele Kunden verunsichert und zu der Frage führt: Was bedeutet das konkret und welche Alternativen gibt es? Die Commerzbank, wie viele andere Banken, passt ihr Preismodell an die veränderten Marktbedingungen und die steigenden Kosten an. Wir beleuchten die Hintergründe, die neuen Gebührenmodelle und zeigen Ihnen, wie Sie trotzdem ein passendes und kostengünstiges Girokonto finden können.

Was genau ändert sich beim Commerzbank Girokonto?

Die Commerzbank hat das kostenlose Girokonto, wie es viele Kunden kannten, abgeschafft. Das bedeutet konkret, dass für die Kontoführung Gebühren anfallen, die sich nach verschiedenen Kriterien richten können. Diese Kriterien umfassen beispielsweise den monatlichen Geldeingang, die Art der Kontonutzung und gegebenenfalls in Anspruch genommene Zusatzleistungen.

Früher: Viele Kunden konnten von einem komplett kostenlosen Girokonto profitieren, oft ohne Bedingungen an den monatlichen Geldeingang.

Heute: Die Kontoführung ist in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft, z.B. einen Mindestgeldeingang pro Monat. Wird dieser nicht erreicht, fallen Kontoführungsgebühren an.

Warum diese Änderung? Die Commerzbank begründet die Gebührenanpassung mit gestiegenen Kosten, dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und dem Bedarf, in die digitale Infrastruktur und den Kundenservice zu investieren.

Das neue Gebührenmodell der Commerzbank: Was kostet es jetzt wirklich?

Die Commerzbank bietet verschiedene Kontomodelle an, deren Gebührenstruktur sich unterscheidet. Es ist wichtig, sich genau zu informieren, welches Modell am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Die Gebühren können sich zusammensetzen aus:

  • Monatliche Kontoführungsgebühr: Dies ist die Basisgebühr für die Kontoführung.
  • Gebühren für Transaktionen: In manchen Kontomodellen können Gebühren für einzelne Transaktionen wie Überweisungen oder Bargeldabhebungen anfallen.
  • Gebühren für Zusatzleistungen: Dienstleistungen wie Kreditkarten, Dispokredit oder spezielle Beratungsleistungen können zusätzliche Kosten verursachen.

Beispiele für Kontomodelle (Die tatsächlichen Angebote der Commerzbank können sich ändern, daher ist eine aktuelle Überprüfung wichtig):

  • Konto "Klassik": Hier fällt eine monatliche Kontoführungsgebühr an, die reduziert oder erlassen werden kann, wenn ein bestimmter monatlicher Geldeingang erreicht wird.
  • Konto "Premium": Dieses Konto bietet umfangreichere Leistungen wie eine kostenlose Kreditkarte und bevorzugte Beratung, ist aber in der Regel mit höheren monatlichen Gebühren verbunden.
  • Konto "Basic": Ein einfacheres Konto mit eingeschränkten Leistungen und möglicherweise niedrigeren Gebühren, aber auch weniger Inklusivleistungen.

Wichtig: Informieren Sie sich direkt bei der Commerzbank über die aktuellen Konditionen und Gebühren der einzelnen Kontomodelle. Vergleichen Sie die Angebote sorgfältig, um das für Sie passende Konto zu finden.

Alternativen zur Commerzbank: Wo gibt es noch kostenlose Girokonten?

Auch wenn die Commerzbank das kostenlose Girokonto abgeschafft hat, gibt es weiterhin Banken, die ein solches anbieten. Es lohnt sich, einen Blick auf Direktbanken und Online-Konten zu werfen.

Direktbanken: Diese Banken haben in der Regel keine Filialen und können daher Kosten sparen, die sie an ihre Kunden in Form von günstigeren Kontoführungsgebühren weitergeben. Viele Direktbanken bieten ein kostenloses Girokonto an, oft ohne Mindestgeldeingang.

Online-Konten: Auch Online-Konten, die von Fintech-Unternehmen angeboten werden, können eine attraktive Alternative sein. Diese Konten sind oft sehr flexibel und bieten innovative Funktionen wie Echtzeit-Überweisungen und Ausgabenanalysen.

Beispiele für Banken mit (potenziell) kostenlosen Girokonten (Die Angebote können sich ändern):

  • DKB: Bekannt für ihr kostenloses Girokonto mit bestimmten Bedingungen (z.B. aktive Nutzung als Gehaltskonto).
  • ING: Bietet ebenfalls ein kostenloses Girokonto unter bestimmten Voraussetzungen.
  • Comdirect: Eine weitere Direktbank mit potenziell kostenlosem Girokonto.

Tipp: Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet, um die verschiedenen Angebote zu vergleichen und das für Sie beste Girokonto zu finden. Achten Sie dabei nicht nur auf die Gebühren, sondern auch auf die angebotenen Leistungen und den Kundenservice.

Girokonto Vergleich: Worauf Sie achten sollten

Ein Girokonto Vergleich sollte nicht nur die reinen Kontoführungsgebühren berücksichtigen. Achten Sie auch auf folgende Punkte:

  • Bedingungen für die Gebührenfreiheit: Gibt es einen Mindestgeldeingang? Müssen Sie bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen, um das Konto kostenlos zu nutzen?
  • Gebühren für Bargeldabhebungen: Wo können Sie kostenlos Bargeld abheben? Gibt es ein flächendeckendes Netz von Geldautomaten?
  • Gebühren für Überweisungen: Sind Überweisungen online und am Schalter kostenlos?
  • Kreditkarte: Ist eine Kreditkarte im Angebot enthalten? Fallen Gebühren für die Kreditkarte an?
  • Dispokredit: Wie hoch ist der Dispozins?
  • Kundenservice: Wie gut ist der Kundenservice erreichbar? Gibt es eine Hotline oder einen Chat?
  • Sicherheit: Wie sicher ist das Online-Banking? Gibt es eine Zwei-Faktor-Authentifizierung?
  • Zusatzleistungen: Bietet die Bank Zusatzleistungen wie eine App für das Mobile Banking, eine Ausgabenanalyse oder ein Bonusprogramm?

Eine Checkliste für den Girokonto Vergleich:

  1. Gebühren: Vergleichen Sie die Kontoführungsgebühren und alle anderen relevanten Gebühren.
  2. Bedingungen: Achten Sie auf die Bedingungen für die Gebührenfreiheit.
  3. Leistungen: Prüfen Sie, welche Leistungen im Angebot enthalten sind.
  4. Kundenservice: Informieren Sie sich über den Kundenservice der Bank.
  5. Sicherheit: Achten Sie auf die Sicherheit des Online-Bankings.
  6. Flexibilität: Passt das Konto zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Nutzungsverhalten?

Girokonto eröffnen: Schritt für Schritt erklärt

Die Eröffnung eines Girokontos ist in der Regel unkompliziert und kann oft online erfolgen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Bank auswählen: Wählen Sie die Bank aus, bei der Sie ein Girokonto eröffnen möchten.
  2. Online-Antrag ausfüllen: Füllen Sie den Online-Antrag auf der Website der Bank aus.
  3. Identitätsnachweis: Legitimieren Sie sich entweder per PostIdent-Verfahren in einer Postfiliale oder per VideoIdent-Verfahren online.
  4. Kontoeröffnung: Nach erfolgreicher Legitimierung wird Ihr Konto eröffnet.
  5. Zugangsdaten erhalten: Sie erhalten Ihre Zugangsdaten für das Online-Banking per Post oder E-Mail.
  6. Konto nutzen: Sobald Sie Ihre Zugangsdaten haben, können Sie Ihr Konto nutzen.

Benötigte Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Gegebenenfalls Meldebescheinigung
  • Gegebenenfalls Nachweis über Einkommen (z.B. Gehaltsabrechnung)

Tipps für die Kontoeröffnung:

  • Halten Sie alle benötigten Unterlagen bereit.
  • Lesen Sie die AGB der Bank sorgfältig durch.
  • Achten Sie auf die Sicherheit Ihrer Zugangsdaten.
  • Richten Sie einen Dauerauftrag für regelmäßige Zahlungen ein.

Was tun, wenn die Commerzbank Gebühren einführt?

Wenn die Commerzbank für Ihr Girokonto Gebühren einführt, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  1. Akzeptieren: Sie akzeptieren die Gebühren und nutzen Ihr Konto weiterhin wie gewohnt.
  2. Umwandlung: Sie prüfen, ob es ein anderes Kontomodell bei der Commerzbank gibt, das besser zu Ihren Bedürfnissen passt und möglicherweise günstiger ist.
  3. Wechseln: Sie wechseln zu einer anderen Bank, die ein kostenloses oder günstigeres Girokonto anbietet.

So kündigen Sie Ihr Commerzbank Girokonto:

  1. Schriftliche Kündigung: Senden Sie eine schriftliche Kündigung an die Commerzbank.
  2. Kündigungsfrist beachten: Beachten Sie die Kündigungsfrist, die in den AGB der Bank festgelegt ist.
  3. Restguthaben klären: Geben Sie in der Kündigung an, auf welches Konto das Restguthaben überwiesen werden soll.
  4. Daueraufträge und Lastschriften umstellen: Stellen Sie alle Daueraufträge und Lastschriften auf Ihr neues Konto um.
  5. Kontoauszüge sichern: Sichern Sie sich alle wichtigen Kontoauszüge.

Der Kontowechsel-Service: Viele Banken bieten einen Kontowechsel-Service an, der Ihnen den Wechsel zu einer neuen Bank erleichtert. Die Bank übernimmt dann die Umstellung Ihrer Daueraufträge und Lastschriften.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was passiert, wenn ich den Mindestgeldeingang bei der Commerzbank nicht erreiche?

A: Wenn Sie den Mindestgeldeingang nicht erreichen, fallen in der Regel Kontoführungsgebühren an. Die Höhe der Gebühren hängt vom jeweiligen Kontomodell ab.

F: Kann ich mein Commerzbank Girokonto online kündigen?

A: In der Regel ist eine schriftliche Kündigung erforderlich. Informieren Sie sich auf der Website der Commerzbank über die genauen Kündigungsbedingungen.

F: Bietet die Commerzbank noch kostenlose Girokonten für Studenten an?

A: Die Commerzbank bietet möglicherweise spezielle Kontomodelle für Studenten an, die unter bestimmten Bedingungen kostenlos sind. Informieren Sie sich direkt bei der Bank über die aktuellen Angebote.

F: Was ist ein Dispokredit und wie funktioniert er?

A: Ein Dispokredit ist ein Kreditrahmen, den Ihnen die Bank auf Ihrem Girokonto einräumt. Sie können Ihr Konto bis zu diesem Rahmen überziehen, zahlen aber Zinsen für den in Anspruch genommenen Kredit.

F: Ist das Online-Banking der Commerzbank sicher?

A: Die Commerzbank setzt auf moderne Sicherheitsstandards für das Online-Banking. Achten Sie jedoch auch selbst auf die Sicherheit Ihrer Zugangsdaten und nutzen Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Fazit

Die Abschaffung des kostenlosen Girokontos bei der Commerzbank ist zwar ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Durch einen sorgfältigen Vergleich verschiedener Angebote und die Berücksichtigung Ihrer individuellen Bedürfnisse können Sie ein passendes und kostengünstiges Girokonto finden. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Finanzen zu überprüfen und sich für die beste Lösung zu entscheiden.